Eine Bastelkiste für Regentage: Was du wirklich brauchst

Elternteil und Kind basteln mit Papier an einem Holztisch am Fenster

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10 Minuten

Ein verregneter Nachmittag, ein freier Platz am Tisch und ein paar bunte Blätter: Mehr braucht es oft nicht, um gemeinsam zu basteln. Wenn Papier, Stifte und Kleber schon in einer Kiste liegen, kannst du sie einfach hervorholen. Dann müsst ihr nicht erst in mehreren Schubladen nach den passenden Sachen suchen.

Hier erfährst du, was in eine Bastelkiste gehört und was du dir zum Start sparen kannst. Dazu kommen fünf einfache Ideen, für die ihr fast immer dasselbe Material benutzt. Die Kiste lässt sich nach und nach ergänzen – je nachdem, womit dein Kind gern arbeitet.

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Für eure erste Bastelkiste

  • Vorhandenes Material prüfen, bevor du etwas bestellst.
  • Mit Papier, Stiften, Kleber und einer passenden Kinderschere beginnen.
  • Material und Handgriffe an dein Kind anpassen; beim Basteln dabeibleiben.
  • Eine kleine Kiste und einen festen Platz fürs Aufräumen vorsehen.

Was du schon zu Hause hast

Offene flache Bastelkiste mit Papier, Stiften, Kleber und Schere im Regal

Bevor du etwas kaufst, leg die Bastelsachen auf den Tisch, die ihr bereits habt. Vielleicht gibt es noch einen angebrochenen Malblock, ein paar Wachsmalstifte und einen halbvollen Klebestift. Probier kurz aus, ob die Stifte malen und der Kleber noch funktioniert. So siehst du gleich, was fehlt.

Für die erste Bastelkiste reicht ein stabiler Karton. Papier sollte gut hineinpassen, ohne dass du die Ecken umknicken musst. Eine flache Kiste ist angenehm, weil dein Kind den Inhalt auf einen Blick sieht. Schau auch, wo sie später stehen soll: im Kinderzimmer, im Flurschrank oder in einem Regal beim Esstisch.

Du kannst die Kiste zunächst mit einer kleinen Auswahl füllen. Wenn dein Kind ständig malt, brauchst du vor allem Papier. Schneidet und klebt es lieber, wird eher ein neuer Klebestift fällig. Nach ein paar Nachmittagen weißt du besser, welche Sachen ihr nachkaufen möchtet.

Papier, Stifte, Kleber und Schere: die Grundausstattung

Farbiges und weißes Papier, Wachsmalstifte, Klebestift und Kinderschere auf einem Tisch

Papier, Stifte, Kleber und eine Kinderschere reichen für viele Bastelideen. Wähle Sachen, die dein Kind gut halten und benutzen kann. Bei Kleber und Schere gehören die Altersangaben und Anwendungshinweise zur Auswahl dazu.

  • Papier: Weiße Blätter eignen sich zum Malen und als Untergrund für Klebebilder. Dazu kommen ein paar bunte Bögen. Für Grußkarten oder kleine Aufsteller nimmst du etwas festeres Papier. Wenn schon ein Malblock im Schrank liegt, kann der gleich mit in die Kiste.
  • Stifte: Pack die Stifte ein, mit denen dein Kind gern malt. Bunt- oder Wachsmalstifte passen gut zu den Papierideen in diesem Beitrag. Eine kleine Auswahl an Farben genügt zum Anfang. Probiert kurz aus, ob die vorhandenen Stifte noch gut malen.
  • Kleber: Für Papier ist ein altersgeeigneter, lösungsmittelfreier Bastelkleber sinnvoll. Mit einem Klebestift kann dein Kind den Kleber direkt aufs Papier streichen. Zeig ihm, wie das geht und wie die Kappe danach wieder aufgesetzt wird. Beachte die Hinweise auf der Verpackung und bleib dabei.
  • Kinderschere: Achte auf eine Größe, die dein Kind gut halten kann, und auf eine passende Ausführung für Rechts- oder Linkshänder. Auch eine Schere mit runden Spitzen hat scharfe Klingen. Benutzt sie gemeinsam am Tisch und legt sie danach wieder sicher weg.

Perlen, Wackelaugen und Glitzer kannst du später dazunehmen, wenn ihr etwas Bestimmtes damit vorhabt. Sitzen kleine Kinder mit am Tisch, die noch Dinge in den Mund nehmen, bleiben verschluckbare Teile besser weg. Weitere Hinweise findest du beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unter sichere Spielsachen und Materialien.

Ein fertiges Bastelset passt, wenn dein Kind ein bestimmtes Motiv machen möchte. Für die Kiste, die immer wieder auf den Tisch kommt, lassen sich einzelne Papierbögen, Stifte und Klebestifte leichter ergänzen.

So kann dein Kind selbst mitmachen

Kind reißt blaues Papier, während ein Elternteil daneben ein grünes Blatt hält

Ein Kind reißt schon gern Papier, ein anderes möchte am liebsten alles ausschneiden. Fang mit einem Handgriff an, den dein Kind selbst ausprobieren kann. Beim Reißen kannst du zum Beispiel den Anfang am Blattrand vorbereiten. Danach zieht dein Kind das Papier weiter auseinander.

Auch beim Kleben hilft eine kleine Vorbereitung. Leg ein paar größere Papierstücke hin und zeig einmal, wie der Klebestift über die Rückseite gestrichen wird. Dein Kind legt die Stücke auf ein Blatt und drückt sie fest. Daraus kann eine Landschaft werden, ein buntes Muster oder einfach das, was ihm gerade einfällt.

Wenn ihr eine Schere benutzt, bleib dabei. Hilf beim Halten und Schneiden, soweit dein Kind es braucht. Bei einem Papierhaus kannst du zum Beispiel das Dach ausschneiden, während dein Kind Fenster malt und alles aufklebt. So könnt ihr gemeinsam an einem Bild arbeiten.

Lass deinem Kind Zeit für eigene Versuche. Ein schiefer Kreis oder ein sehr großes Fenster muss nicht verbessert werden. Wenn es mit seinem Bild zufrieden ist, darf es so bleiben. Möchte es Hilfe, könnt ihr euch den schwierigen Schritt noch einmal zusammen ansehen.

Fünf einfache Ideen für den nächsten Regentag

Papierlandschaft, Grußkarte, Papierstraße, Regenbogen und Blätterbild auf einem Tisch

Für diese fünf Ideen braucht ihr hauptsächlich Papier, Stifte und Kleber. Eine Schere kommt dazu, wenn dein Kind schon damit arbeitet. Sucht euch eine Idee aus, auf die es gerade Lust hat. Die anderen könnt ihr für den nächsten Nachmittag aufheben.

Eine Landschaft aus gerissenem Papier

Legt ein weißes Blatt bereit und reißt aus farbigem Papier ein paar größere Stücke. Blau kann zum See werden, Grün zur Wiese und Braun zum Berg. Dein Kind legt die Formen zuerst lose aufs Blatt. Wenn ihm das Bild gefällt, klebt es sie fest und malt weitere Dinge dazu. Wer mag, ergänzt ein Haus oder eine Sonne aus Papier.

Eine Karte für jemanden, den ihr gern habt

Faltet einen festeren Bogen in der Mitte. Die Vorderseite wird bemalt oder mit Papierformen beklebt. Innen ist Platz für ein Bild, einen Gruß oder einen Satz, den dein Kind dir diktiert. Ihr könnt die Karte für einen Geburtstag aufheben oder gleich an jemanden verschenken. Auch aus einem kleinen Rest bunten Papiers lässt sich dafür noch etwas ausschneiden.

Eine Straße für kleine Fahrzeuge

Schneidet oder reißt breite Papierstreifen und legt sie zu einer Straße zusammen. Mit Stiften kommen Fahrbahnmarkierungen, Parkplätze oder ein Zebrastreifen dazu. Dein Kind kann Häuser daneben malen und die Strecke immer wieder verlängern. Nach dem Basteln wird auf dem Boden weitergespielt. Falls ihr etwas festkleben möchtet, prüfe vorher, ob sich das verwendete Material von der Oberfläche wieder gut lösen lässt.

Ein Regenbogen aus Papierstreifen

Nehmt einige Papierfarben und reißt daraus Streifen. Legt sie als Bögen auf ein Blatt und klebt sie nacheinander fest. Die Streifen dürfen unterschiedlich breit sein und sich überlappen. Lässt sich ein langer Streifen schwer zum Bogen legen, setzt ihr ihn aus kürzeren Stücken zusammen. Dein Kind kann darunter Wolken malen oder weitere Farben hinzufügen.

Ein Bild mit gesammelten Blättern

Wenn ihr beim Spaziergang ein paar saubere, trockene Blätter gesammelt habt, könnt ihr sie auf festem Papier anordnen. Mit gemalten Stämmen werden daraus Bäume, mit Beinen und Fühlern vielleicht kleine Tiere. Verwende nur bekanntes, unbedenkliches Naturmaterial und bleib dabei. Hält der Klebestift die Blätter nicht gut fest, könnt ihr das Bild auch lose legen und fotografieren.

Den Tisch vorbereiten

Mit Unterlage, Papier und einem kleinen Werkzeugtablett vorbereiteter Esstisch

Räum einen Teil des Esstischs frei und leg eine abwischbare Unterlage hin. Dein Kind braucht Platz für das Blatt und für die Sachen, die es gerade benutzt. Schere und Kleber liegen am besten daneben, damit es nicht ständig darübergreifen muss. Getränke stellst du etwas weiter weg.

Zum Start kannst du zwei oder drei Papierfarben, ein paar Stifte und den Kleber herauslegen. Braucht dein Kind noch etwas, holst du es aus der Kiste dazu. So bleibt auf dem Tisch genug freie Fläche, auch wenn ihr zu zweit an einem Bild arbeitet.

Für Wasserfarben braucht ihr zusätzlich einen Wasserbecher, geeignete Pinsel und einen Platz zum Trocknen. Das kannst du für einen anderen Nachmittag vorbereiten. Wenn vor dem Abendessen nur wenig Zeit ist, lässt sich mit Papier und Stiften schneller anfangen und aufräumen.

Gib deinem Kind kurz Bescheid, bevor ihr aufhört. Ein angefangenes Bild kann auf einem Tablett oder einem festen Karton liegen bleiben. Dann lässt es sich wegräumen, ohne dass alle Teile durcheinandergeraten. Beim nächsten Mal könnt ihr dort weitermachen.

Die Bastelkiste übersichtlich einräumen

Papier, Stifte, Schere und Kleber in getrennten Fächern einer Bastelkiste

Papier bekommt einen eigenen Platz in der Kiste. In einem flachen Karton kann es unten liegen, in einer höheren Box steckt es in einer Mappe oder hinter einer Trennwand. So bleiben die Blätter glatt und lassen sich herausnehmen, ohne dass die Stifte mit auf dem Tisch landen.

Größere Papierreste könnt ihr in einer zweiten Mappe sammeln. Ein Streifen reicht vielleicht noch für ein Dach, ein kleines Rechteck für eine Tür. Hebt die Stücke auf, die ihr wahrscheinlich noch benutzen werdet. Winzige Schnipsel können beim Aufräumen weg.

Für Stifte, Kleber und Schere eignen sich kleine Einsätze oder Schachteln innerhalb der Kiste. Das können auch vorhandene Kartons sein. Wenn jedes Teil einen festen Platz hat, findet dein Kind es beim nächsten Basteln leichter wieder.

Wenn du eine neue Aufbewahrungsbox kaufen möchtest, miss vorher das Regalfach aus. Schau außerdem nach den Innenmaßen: Euer Papier soll hineinpassen, und die gefüllte Box muss sich gut tragen lassen. Ein Deckel ist praktisch, wenn die Kiste länger im Regal steht oder gestapelt werden soll.

Nur nachkaufen, was ihr verbraucht

Kind zeigt eine selbst gebastelte Karte neben sortierten Papieren und Papierschnipseln

Beim Aufräumen seht ihr meist schon, was knapp wird. Schreib es auf: weißes Papier, ein Klebestift oder eine bestimmte Stiftfarbe. So kannst du beim nächsten Einkauf genau das ergänzen. Die übrigen Sachen bleiben weiter in Benutzung.

Neues Material lohnt sich besonders dann, wenn dein Kind eine Idee dafür hat. Für ein selbst gebautes Haus braucht es vielleicht festeren Karton. Möchte es mit Farben experimentieren, könnt ihr einen Nachmittag mit Wasserfarben planen. Du musst die Kiste dafür nicht gleich mit vielen neuen Dingen füllen.

Auch bei den fertigen Bildern hilft eine einfache Lösung. Dein Kind sucht aus, was aufgehängt oder verschenkt werden soll. Ein paar Lieblingsbilder kommen in eine Mappe. Fertige Bilder bewahrst du getrennt von Kleber und Werkzeugen auf, damit sie beim nächsten Basteln nicht beschädigt werden.

Wenn die Kiste fertig eingeräumt ist, stell sie an ihren festen Platz zurück. Beim nächsten Regentag holt ihr sie wieder hervor und schaut, worauf dein Kind Lust hat. Noch mehr Ideen für gemeinsame Nachmittage findest du in unserem Bereich Spielzeug, Lernen & Freizeit.

Grundlage: die Sortimente von Jubee und Vertbaudet sowie die Hinweise des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zu sicheren Spiel- und Bastelmaterialien. Recherchestand: 19.10.2026.

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